KONSTRUKTIVER INGENIEURBAU

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Hochbau

Im HochBau reicht es heutzutage nicht mehr sich ausschließlich auf das TragWerk zu konzentrieren. Schon beim Entwurf ist es wichtig StaTik, Baustoffe, BauPhysik und die Gestaltung eines Gebäudes aufeinander abzustimmen um eventuelle Bauschäden oder Probleme zu vermeiden.

Statik

  • Tragendes Mauerwerk: Die Mauerwerkswände übernehmen die Funktion zur Übertragung von Nutzlast, Eigengewicht, Windlast... in den Baugrund.

  • Tragwerke von Skelettbauten: Die tragende und die raumabschließende Funktion werden von verschiedenen Elementen wie Stützen und nichttragenden Wänden übernommen.

Baustoffe

  • Ziegel: Der Ziegel ist eines der ältesten Baumaterialien und weist für die heutigen Anforderungen eine Reihe von hervorragenden Eigenschaften auf. Sie schaffen durch ihre Atmungsaktivität und Feuchtigkeitsverhalten ein gesundes Raumklima und sie vereinen Wärmedämmung mit guter Speicherungsfähigkeit und ausreichender Festigkeit.

  • Beton: Vorteile des Betons sind z. Bsp. die nahezu grenzenlosen Gestaltungsmöglichkeiten, seine sehr flexibel einstellbaren technologischen Eigenschaften, seine hohe Dauerhaftigkeit und Wirtschaftlichkeit. Die Nachteile liegen in seinem sehr hohen Gewicht, im unvermeidlichen Kriechen und Schwinden, in der geringen Zugfestigkeit und der sehr aufwendigen Demontierbarkeit.

  • Stahlbeton: Hier wird die hohe Zugfestigkeit des Baustahls mit der hohen Druckfestigkeit des Betons vereint. Da beide Materialien durch ihre schubfeste Verbindung zur Tragfähigkeit herangezogen werden entstehen Konstruktionen wie Verbunddecken, Träger, Stützen,... Ein weiterer Vorteil ist die Maßgenauigkeit und rasche Montage durch die Vorfertigung im Werk.

  • Holz: Holz ist ein wichtiger, nachhaltiger und ökologischer Baustoff, der einige gute Eigenschaften besitzt, wie geringes Gewicht, gute Wärmedämmung, große Elastizität...

Baupysik

  • Wärmeschutz: Maßnahmen zur Verringerung des Wärmedurchgangs von warmen zu kalten Bereichen sind aus Gründen der Energieeinsparung, Behaglichkeit und Vermeidung von Bauschäden durch Kondensation im Bauteil erforderlich. Der Gesamtaufbau einer Konstruktion ist daher so zu gestalten, dass keine innere Durchfeuchtung durch Kondensation auftreten kann.

  • Schallschutz:
    • Luftschall: Luftschall entsteht z. Bsp. durch Sprechen und pflanzt sich durch das Mauerwerk fort, von wo er wieder in die Luft abgestrahlt wird. Er wird am Besten durch Masse (schwere Mauern) gedämmt.
    • Körperschall: Körperschall entsteht im Bauteil durch gehen, Stühle rücken, hämmern..., wobei durch Schwingungen wieder Luftschall erzeugt wird. Eine Verbesserung des Schallschutzes kann hier durch Zweischaligkeit erzielt werden, da die Schwingungen einer Schale nur gedämpft auf die zweite Schale übertragen werden.

  • Feuchtigkeitsschutz:
    • Grundwasser: Hier benötigt man eine druckwasserabdichtende Wanne (Weiße Wanne) aus mind. 30 cm Dichtbeton ohne zusätzliche Abdichtungen. An den Beton und die Bewehrung werden besondere Anforderungen betreffend der Rissefreiheit gestellt, außerdem sind bei allen Arbeitsabschnitten Fugenbänder einzulegen.
    • Kondensation: Als Maßnahme gegen Kondensation im Bauteilinneren kann auf der raumseitigen Oberfläche eine Dampfbremse/ Dampfsperre angeordnet werden. Dadurch wird der Wasserdampf daran gehindert, bis zur kalten Schicht vorzudringen und dort zu kondensieren.

VERWEISE

Links
HolzBau StahlBau HochBau MassivBau

LITERATURNACHWEIS

  • Handbuch für Bauingenieure, K. Zilch/ C. J. Diederichs/ R. Katzenbach, Sringer-Verlag Berlin Heidelberg New York, 2002
  • Baukonstruktionslehre 1, Arch. Dipl.-Ing. Dr. techn. Christof Riccabona, Manz Verlag Schulbuch, 2004

BILDNACHWEISE

VERFASSER


SigridEdlinger? - 18 Oct 2006

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